Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein Netz aus Servern, das Website-Inhalte geografisch näher am Besucher zwischenspeichert und ausliefert um die Seiten schneller und zuverlässiger zu laden.
Es verteilt also die Website-Inhalte also über viele Server, die geografisch näher am Besucher stehen. Dadurch laden Bilder, CSS, JavaScript und oft auch ganze Seiten schneller, der Origin-Server wird entlastet, und die Website bleibt bei vielen Zugriffen stabiler.
Die Vorteile:
- Schnellere Ladezeiten, weil Inhalte näher am Nutzer ausgeliefert werden.
- Weniger Last auf dem Hauptserver, weil viele Anfragen am CDN hängen bleiben.
- Höhere Ausfallsicherheit, weil mehrere Server und Rechenzentren einspringen können.
- Besserer Schutz gegen Traffic-Spitzen und DDoS-Angriffe.
Cloudflare, Bunny & Co.
Cloudflare ist ein typisches CDN mit weltweit verteilten Standorten und zusätzlichen Funktionen wie Caching, Schutz vor Überlastung und teils auch dynamischer Auslieferung über sogenannte Edge-Logik. Für WordPress ist das besonders interessant, weil nicht nur statische Assets profitieren, sondern auch Sicherheits- und Performance-Funktionen kombiniert werden können.
- Cloudflare ist derzeit der am häufigsten verwendete Anbieter
- Amazon CloudFront, Google Cloud CDN und Akamai zählen ebenfalls zu den verbreiteten Lösungen.
- Bunny.net, Fastly, CDN77 und KeyCDN werden oft als schlankere oder preislich attraktivere Alternativen genannt
CDN kostenlos am Beispiel Cloudflare
So richtet man Cloudflare kostenlos ein:
- Konto bei Cloudflare erstellen und den Free Plan wählen.
- Domain hinzufügen, ohne
https://oderwww, und den DNS-Scan prüfen. - Die von Cloudflare vorgeschlagenen DNS-Einträge kontrollieren und bestätigen.
- Beim Domain-Registrar die Nameserver auf die Cloudflare-Nameserver umstellen.
- Danach in Cloudflare auf die Bestätigung warten, bis die Umstellung aktiv ist.
Nach der Aktivierung
- SSL/TLS in Cloudflare auf eine passende Einstellung setzen, meist Full oder Full (Strict), wenn dein Server ein gültiges Zertifikat hat.
- Prüfen, ob wichtige DNS-Einträge wie
A,CNAMEund Mail-Einträge korrekt übernommen wurden. - Für WordPress danach Cache, Sicherheitsregeln und optional ein Plugin wie Cloudflare oder ein Performance-Plugin prüfen.
Wichtiger Hinweis
Der kostenlose Plan reicht für viele Websites völlig aus, solange man vor allem CDN, DNS und Basis-Schutz nutzen will. Der Knackpunkt ist sicher, dass die eigentliche Umstellung immer über die Nameserver beim Registrar eingerichtet werden muss, nicht nur durch das Eintragen einer IP in WordPress. Man braucht dazu also Zugriff auf die DNS Einstellungen beim Provider/Registrar.